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IBS - Familienbewusstes Unternehmen mit Auszeichnung

Stuttgart, den 11.12.18

Am Dienstag, 11. Dezember, wurde bereits zum sechsten Mal das familyNET-Prädikat „Familienbewusstes Unternehmen“ an zahlreiche Unternehmen Baden-Württembergs für ein familienfreundliches Personalmanagement überreicht. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wichtiges Zukunftsthema für die Unternehmen im Land. Familienbewusste, lebensphasenorientierte Unternehmen steigern mit diesen Eigenschaften ihre Attraktivität im Wettbewerb um Fachkräfte. Im Rahmen des landesweiten Projekts familyNET werden sie dabei durch die Arbeitgeberverbände Südwestmetall und Chemie Baden-Württemberg in enger Kooperation mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg unterstützt.


Insgesamt 24 Unternehmen aus Industrie, Dienstleistung und Sozialwirtschaft wurden in der fünften Runde mit dem Prädikat „Familienbewusstes Unternehmen“ für eine systematische familienbewusste Personalpolitik ausgezeichnet, 8 davon haben sich dem Begutachtungsprozess erneut gestellt. Bewertet wurden dabei die Aktivitäten der Unternehmen in den Bereichen Führungskompetenz und Personalentwicklung, Arbeitsort, -zeit und -organisation, Kommunikation, geldwerte Leistungen, Service für Familien, Gesundheit sowie bürgerschaftliches Engagement. Mittlerweile sind rund 180 Unternehmen Prädikatsträger in Baden-Württemberg.


Der Geschäftsführer Politik, Bildung und Arbeitsmarkt der Arbeitgeber Baden-Württemberg, Stefan Küpper, sieht in den rund 180 ausgezeichneten Unternehmen ein starkes Signal für das große Engagement der Betriebe in Sachen Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „Immer mehr Unternehmen entwickeln sich zu familienbewussten Unternehmen. Das Prädikat hilft ihnen dabei, sich im verschärfenden Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte zu positionieren. Um ihre großen Anstrengungen zum Beispiel für eine flexible Arbeitszeitgestaltung, für die Wiedereinstiegsförderung nach einer Familienpause oder die Unterstützung bei der Kinder- und Angehörigenbetreuung dokumentieren zu lassen, sind die Betriebe bereit, sich einem solchen Begutachtungsprozess zu unterwerfen. Das ist für uns Ansporn, dieses Angebot weiter vorzuhalten und auszubauen“, sagte der Vertreter der Spitzenvereinigung der Arbeitgeberverbände im Südwesten.


„Ziel ist es, mit der Prädikatsverleihung weitere Unternehmen zum Nachahmen zu motivieren. Für unsere Unternehmen wird es zunehmend wichtiger, dass sie ihre Aktivitäten im Bereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf und lebensphasenorientierte Personalpolitik professionalisieren, mit ihrem Engagement besser sichtbar werden und sich im Wettbewerb positionieren können. Das Prädikat kann ein wertvolles Marketinginstrument sein; es kann Professionalität und systematische Umsetzung dokumentieren“, sagte Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, in ihrem Grußwort bei der Verleihung. „Das Verständnis und die gezielte und systematische Umsetzung von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und einer lebensphasenorientierten Personalpolitik in den Betrieben tragen wesentlich zur Fachkräftegewinnung und -sicherung bei. So können sich unsere Unternehmen im Sinne einer modernen zukunftsorientierten Unternehmens- und Wirtschaftspolitik entwickeln.“


Für Bettina Stäb, stellvertretende Vorsitzende des Landesfamilienrates, zählt die Pflege zu den großen gesellschaftspolitischen Herausforderungen. „Familien, vor allem die Frauen, sind noch immer Deutschlands größter Pflegedienst. Weil sie mit dieser Aufgabe aber meist allein gelassen werden, schränken sie ihre Arbeit im Pflegefall häufig ein oder geben sie ganz auf. Hier müssen wir ansetzen und die Pflege in der häuslichen Umgebung mit professionellen Diensten und Entlastung der Pflegepersonen besser als bisher unterstützen“ so Stäb. „Auch Unternehmen und Verwaltungen können und müssen die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflegeverantwortung durch eine bewusste Personalpolitik und gezielte Maßnahmen fördern.“ Der Landesfamilienrat setzt sich dafür ein, dass die notwendigen Strukturen dafür geschaffen werden.

Warum wurde IBS ausgezeichnet?

Die rund 160 Beschäftigten des IBS Ingenieurbüro Dr. Klaus Schnürer GmbH aus Karlsruhe planen automatisierte Fertigungsanlagen und Industrieroboter, vorwiegend für den Fahrzeugbau.

Die Menschen wichtig zu nehmen, die im Unternehmen arbeiten, ist seit Beginn Firmentradition. Dass ein gutes Betriebsklima auch stark von der Wahrnehmung der Bedarfe und Bedürfnisse der Beschäftigten abhängt, ist der Geschäftsführung sehr bewusst. Hierauf fußen die häufigen vom Unternehmen geförderten Freizeitaktivitäten und das familienbewusste Engagement. Insbesondere das gute Betriebsklima und die flexible Arbeitszeitgestaltung lässt den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen viel Raum für eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Der Geschäftsführung ist sehr daran gelegen, gute Fachkräfte zu gewinnen und langfristig im Unternehmen zu halten. Sie ist überzeugt, dass sich auch durch eine gelebte familienfreundliche Kultur die Zufriedenheit der Beschäftigten positiv entwickelt und die IBS ein attraktiver Arbeitgeber in der Region darstellt.

 

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