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Was dich in der Ausbildung als Technische/r Produktdesigner/in bei IBS erwartet

Karlsruhe, den 15.08.2019

Maschinen, Anlagen und Werkzeuge müssen zunächst entworfen und konstruiert werden. Das ist Aufgabe des Technischen Produktdesigners. Doch wie sieht dieser Beruf und vor allem die Ausbildung dazu bei IBS eigentlich aus?

In den dreieinhalb Jahren Ausbildung bei IBS erhält man Einblicke in verschiedene Abteilungen und sogar in das Tagesgeschäft. Man arbeitet im Berufsfeld des Technischen Produktdesigners der Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion und übt auch weitere Tätigkeiten aus. Ziel ist es, eine Gesamtübersicht über die Zusammenhänge der Abteilungen zu bekommen, sodass die damit verbundenen Prozessschritte und Fachkenntnisse im Bereich der Konstruktion und Simulation vermittelt werden können. Während deiner Ausbildung wirst du hierfür auf diverse Programme spezialisiert, um 3D -Datensätze und Dokumentationen für Bauteile und Baugruppen zu erstellen und zu modifizieren.

Praktischer Teil – durchschnittlich drei Tage pro Woche bei uns in der Firma

Im ersten Jahr findet gleich zu Beginn ein sechswöchiges Metall-Praktikum statt. Hier erschafft jeder Auszubildende sein eigenes Werkstück und lernt dabei viele Dinge kennen, die ihm in den weiteren Ausbildungs- und Berufsjahren von Nutzen sind. Außerdem besuchen alle Auszubildenden im ersten Jahr gemeinsam ein Produktionswerk oder die IAA und arbeiten selbstständig an einem eigenen Projekt. Das hat immer eine konkrete praktische Anwendung bei IBS. Ein Beispiel dafür ist das Projekt von Anna, Nathalie, Viktoria. Sie haben einen Wanderpokal für die Sieger des jährlichen Sportturniers am Sommerfest entworfen. Das Konzept in Catia konstruiert, die verschiedenen Ansichten erstellt und schlussendlich den Pokal mit unserem 3D-Drucker rechtzeitig zum Sommerfest fertiggestellt.

Die erste Abteilung, die man bei IBS in der Ausbildung kennen lernt, ist die Detail-Konstruktion. Hier geht es in den ersten Wochen um die Basics der technischen Kommunikation. Du lernst wie man Handzeichnungen und Bemaßungen nach Norm erstellt. Im Anschluss daran übst du, wie man aus 3D-Dateien zweidimensionale Zeichnungen erstellt. Das bedeutet du erstellst mit Papier und Stift eine Zeichnung wie in dem Bild dargestellt. Diese sind sozusagen die Anleitung für die Fertigungsunternehmen, die die von uns erstellten Teile produzieren. Als Übungsgrundlage gibt es entweder einen Aufgabenpool oder die Mitarbeit in laufenden Projekten. Eine weitere Tätigkeit, die du in der Detail-Konstruktion lernst, ist die Datenerstellung für die Lieferung an den Kunden.

Im Anschluss an die Abteilung Detail-Konstruktion steht eine Phase in der Prozesssimulation an. Zu Beginn dieser Phase bereitest du hier Vorrichtungen und Greifer auf und kinematisierst diese. Dabei lernst du die Benutzeroberfläche und Bedienung des Simulationsprogramms Process Simulate kennen. Danach bekommst du die Aufgabe, eine Übungszelle aufzubauen. Dabei muss beachtet werden, wie die Roboter und Vorrichtungen positioniert werden, damit der Ablauf funktioniert. Sind alle Roboter und Vorrichtungen erreichbar? Gibt es Kollisionen? Wenn das Konzept funktioniert, müssen noch die Bewegungsabläufe der Roboter programmiert und die Taktzeit untersucht werden. Wenn du Fragen hast, unterstützen dich deine Mitauszubildenden oder ein erfahrener Ansprechpartner der Abteilung.

Die dritte Abteilung, die du kennenlernst, ist die Konstruktion. Die Phase in der Konstruktion beginnt mit einer Grundschulung. Diese unterteilt sich in Basiswissen Konstruktion und Grund-kenntnisse des CAD-Programms CATIA V5. Verwendete Werkstoffe, Projektrichtlinien oder Konstruktionsleitfäden lernst du unter anderem im ersten Teil Basiswissen Konstruktion. In der CATIA Schulung wirst du in die Benutzeroberfläche des Programms eingearbeitet, lernst welche Dateiformate welche Vorteile haben und modellierst einzelne Teile. Sobald du das kannst, bekommst du gezeigt, wie die Einzelteile zusammengebaut und somit eine Baugruppe konstruiert wird. Die Schulungen werden von Kolleginnen und Kollegen aus der Abteilung durchgeführt. An Übungsprojekten kannst du das Erlernte selbstständig anwenden. Auf die Übungsprojekte folgt die Arbeit an richtigen Projekten. Bei uns läuft das so ab, dass du einen erfahrenen Mitarbeiter aus der Konstruktionsabteilung als Paten zur Seite bekommst. Dieser gibt dir verschiedene Bau-gruppen aus einem aktuellen Projekt zur Ausarbeitung. Der Pate achtet darauf, dass du verschiedene Aufgaben bearbeitest, z.B. Spanner, Zentrierungen oder Greifer, unterstützt dich bei der Bearbeitung und schaut sich deine Arbeit an, bevor sie zum Kunden geht. Es freut unsere Paten, je eher du selbstständig die Aufgaben bearbeiten kannst.

Theoretischer Teil – durchschnittlich zwei Tage pro Woche an der Berufsschule

Die Berufsschule der Ausbildung zum Technischen Produktdesigner ist die Carl-Benz-Schule in Karlsruhe. Dort wirst du in folgenden Fächern unterrichtet:

Spezifische Fächer

LBT (Lernfeldunterricht in der Berufstheorie), z.B.:

  • Mathematik
  • Zeichnen
  • Creo (CAD-Programm)
  • Bemaßen
  • Fertigungsverfahren
  • Werkstoffkunde

LBW (Lernfeldunterricht in der Werkstatt), z.B.:

  • Messtechniken
  • Programmierung von Werkzeugmaschinen
  • Werkstoffprüfverfahren
Allgemeine Fächer
  • Deutsch
  • Gemeinschaftskunde
  • Englisch
  • Religion
  • Wirtschaftskunde

Mit (Fach)Abitur kannst du dich in der Regel von Deutsch und Gemeinschaftskunde befreien lassen.

Neben dem Berufsschulunterricht unterstützen wir intern unsere Auszubildenden mit weiteren Schulungen. So findet im ersten Ausbildungsjahr eine Kommunikations- sowie Grundlagenschu-lung der relevanten Fachfächer bei uns in der Firma statt. Im zweiten und dritten Jahr bekommst du gezielte Unterstützung von unseren erfahrenen Ausbildern sowie älteren Auszubildenden bei der Vorbereitung der Abschlussprüfung Teil 1 und 2.

Extra Teil – Gestalte deine Ausbildung mit!

Während der gesamten Ausbildungszeit hast du als Auszubildende/r bei IBS die Möglichkeit, deine Ausbildung aktiv mitzugestalten. Im Rahmen des IBS Talent-Campus setzen sich regelmäßig alle Auszubildenden gemeinsam mit der Ausbildungsleitung zusammen und sprechen darüber, was wie verbessert werden kann. In kleinen Arbeitsgruppen wird Beschlossenes umgesetzt und in deine Ausbildung integriert. Ein Beispiel für solch ein Projekt ist „Wissen-fließen-lassen“. Ziel ist es, den Austausch zwischen den Lehrjahren zu fördern, sodass alle Auszubildenden gegenseitig von den Erfahrungen und dem Wissen profitieren können. Initiiert und organisiert wird das monatliche Treffen von unserer Auszubildenden Katharina. Ebenfalls selbstorganisiert, finden regelmäßig 2x pro Jahr Azubi-Ausflüge statt, z.B. Klettern oder Bowlen. Die Ausflüge sind ein Highlight, da man sich untereinander besser kennen lernt, mehr über die Firma und Ausbildung erfährt und zusammen Spaß hat. Das gleiche gilt übrigens für unsere Firmenfeste!

Eine Übungsaufgabe aus der Konstruktionsabteilung.
Eine Handskizze auf weißem Papier.
Eine Collage von einer 2D-Zeichnung zu einer 3D-Zeichnung bis hin zum fertigen 3D-Modell.
Eine chronologische Darstellung von dem Ablauf einer Ausbildung bei IBS.
Drei junge Männer sitzen mit Unterlagen am Tisch und schreiben oder lesen etwas, ein weiterer älterer Mann steht neben dem einen Mann und erklärt etwas.
Eine Übungszelle aus der Abteilung Prozesssimulation.
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